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PXSBC Andermatt & Bike Giro, 01.07.2019

 

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Forchini weiter in der Erfolgsspur

Mit ihrem dritten Sieg im fünften Rennen des Swiss Bike Cup hat Ramona Forchini ihre Führung in der Gesamtwertung ausgebaut. Lisi Osl zeigte Aufwärtstendenz und wurde Achte. Bei den Herren landete Max Foidl auf Position zwölf direkt vor Fabio Püntener.
Ramona Forchini (jb Brunex-Felt) präsentierte sich auch dem Publikum in Andermatt ihre starke Verfassung. Sie rechnete eigentlich damit, dass die Weltcup-Vierte von Nove Mesto, Sina Frei auf und davon fahren würde, doch tatsächlich formierten sich die beiden zu einem Spitzenduo, während rund 20 Sekunden hinter ihnen die ehemalige U23-Weltmeisterin im Cyclo-Cross, Evie Richards (Trek Factory Racing) an dritter Position unterwegs war.
„Ich habe dann gemerkt, dass ich die Stärkere bin und habe versucht zu attackieren. Aber es war erst mal noch schwierig, weil wir Juniorinnen überholen mussten“, erklärte Forchini.
Doch als die vorletzte Runde eingeläutet wurde, hatte die jb Brunex-Felt-Fahrerin einen Vorsprung von acht Sekunden auf Sina Frei herausgefahren. Forchini gab weiter Gas und am Ende gewann sie in 1:29:25 Stunden mit 36 Sekunden Vorsprung ihr drittes Saisonrennen – allerdings vor der Britin Evie Richards, die Sina Frei noch auf Rang drei verweisen konnte.
„Es ist super aufgegangen und ich bin mega happy, dass meine Saison so gut verläuft“, kommentierte Forchini die Generalprobe für den Weltcup in Andorra. „Sehr speziell noch mal gewinnen zu können, in diesem Feld.“
Teamkollegin Lisi Osl zeigte in Andermatt eine deutliche Aufwärtstendenz. Mit 6:13 Minuten Rückstand belegte die Österreicherin Platz acht, wobei sie im Verlauf immer stärker wurde. „Ich habe zwei, drei Runden gebraucht, bis ich auf der Strecke den Flow gefunden habe, aber ich bin wirklich happy mit meiner Leistung. Es wird langsam wieder und ich habe das Gefühl, dass ich mich noch weiter steigern kann“, kommentierte Osl.
Lara Krähemann wurde mit einer Runde Rückstand 13. „Das war hart, die Hitze und der Staub waren wahnsinnig. Ich habe bis am Schluss gekämpft, aber mit meinem Resultat bin ich nicht zufrieden. Da sollte mehr möglich sein“, befand Krähemann.

Herren: Max Foidl startet schnell
Nach einer von sieben Runden des Herren-Rennens sah man Max Foidl in der Spitzengruppe an dritter Stelle fahren. In der Höhenlage von gut 1400 Metern mag der Angang etwas zu schnell gewesen sein für den Österreicher. Jedenfalls musste Foidl sein Tempo dosieren und fiel in die zweite Gruppe zurück.
Dort kämpfte er bis zur Schlussrunde um Rang zehn, am Ende aber war es nur der zwölfte Rang (+3:55).
„Ich hatte einen guten Start und hab’ gedacht, ich probier’ mal vorne zu bleiben. Es war dann aber in Runde zwei dann doch zu schnell“, erklärte Foidl dazu. „Ich habe das Rennen in die Höhenvorbereitung eingebaut, in der Theorie sollte es dann in Andorra besser gehen.“
Für Fabio Püntener war der 13. Rang, 22 Sekunden hinter Teamkollege Foidl und als viertbester U23-Fahrer im Feld, ein ordentliches Ergebnis. Als 19. kam er aus der ersten Runde, nachdem er sich am Start mit einem anderen Fahrer verhakt hatte. Dann fuhr er dann rasch auf Position 15 nach vorne und stabilisierte sich dort.
In den letzten beiden Schleifen konnte Püntener noch mal zulegen und sich um zwei Positionen verbessern. „Dank dem Team konnte ich mich optimal verpflegen und auch mit Wasser kühlen, was sicher  ein enorm wichtiger Teil für ein gutes Resultat gewesen ist. Ich bin mit dem Rennen jedenfalls sehr zufrieden“, so Püntener.

UCI Junior Serie: Top-15-Resultat für Annika Liehner
Das Rennen der Juniorinnen gehörte zur UCI Junior Serie und Annika Liehner verzeichnete als 13. ihr bisher bestes Resultat in dieser Liga. Von Platz 16 nach einer Runde fuhr sie sich auf die elfte Position und kämpfte sogar um ein Top-Ten-Ergebnis mit.
In der Hitze des Tages schwanden bei Liehner einen Tag nach dem Start bei der Straßen-SM allerdings die Kräfte, so dass am Ende noch auf Rang 13 zurückfiel. 6:27 Minuten Rückstand auf Siegerin Ronja Blöchlinger wurden gemessen, Liehner war damit die viertbeste Schweizerin.
„Bei der Straßen-SM wollten meine Beine nicht richtig kurbeln, deshalb hätte ich nicht gedacht, dass sie heute noch so gut sind. In der letzten Runde hatte ich keine Kraft mehr mitzuhalten“, erklärte Liehner, „aber ich bin zufrieden.“

Team übernimmt die Führung
Mit der geschlossenen Mannschaftsleistung gewann das Team den Tagespokal in der Teamwertung und übernahm die Führung in der Jahreswertung.


Engadin Bike Giro: Casey South überrascht
Platz acht im Prolog, trotz Sturz, am zweiten Tag Rang sieben über 75 Kilometer in Silvaplana und zum Schluss auch noch mal einen siebten Rang – das ergab beim dreitätigen Engadin Bike Giro am Ende Rang acht und Ende 55 Weltranglistenpunkte für Casey South.
„Ich bin ein bisschen überrascht, wie gut es mir gegangen ist“, gestand Casey South. „Am Samstag hatte ich eine super Taktik und tolle Beine, heute musste ich richtig leiden und habe mir noch einen Plattfuß geholt“, berichtete South. „Da musste ich ganz tief gehen.“
Der Defekt ereignete sich zum Glück unweit der Technischen Zone, so dass nicht allzu viel Zeit verloren ging. 19:26 Minuten Rückstand auf Sieger Sascha Weber aus Deutschland wurden notiert.  Weber gewann vor Ex-jb Brunex-Felt-Biker Thomas Litscher.
„Im Grossen und Ganzen ein tolles Wochenende“, nannte Casey South die drei Tage im Engadin.