Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

1# UCI Weltcup Stellenbosch, 2018

180310 07306 by Kuestenbrueck RSA Stellenbosch XCO ME Litscher

Weltcup Stellenbosch, 10. März 2018

Freud und Leid in Südafrikas Staub
Beim Weltcup-Auftakt in Stellenbosch, Südafrika, hatte das Team jb Brunex Felt nur Erfolge zu vermelden, die erst bei näherer Betrachtung welche sind. Herbe Schläge sind die Trainingsverletzung von Adelheid Morath und die fortgesetzten körperlichen Probleme von Thomas Litscher. Erfreulich: Ramona Forchins 30. Platz und der 48. Rang beim Elite-Debüt von Max Foidl.

Thomas Litscher saß mit verstaubtem Gesicht wie ein Häufchen Elend im Zielraum. Was auf der Anzeigetafel stand, war ein echter Schlag in die Magengrube: 34. Thomas Litscher, +4:58 Minuten gegenüber Sieger Sam Gaze (1:30:14), der Weltmeister Nino Schurter im Sprint geschlagen hatte.
„Wenn ich nur mal normal auf dem Rad sitzen könnte“, schüttelte er deprimiert den Kopf. „Es ist immer dasselbe und ich habe derzeit keine Ahnung, wie ich es in den Griff bekomme.“
Es geht um sein Problem in der Hüfte, dass ihn schon 2017 in der ersten Saisonhälfte ausbremste und sich jetzt wieder ein gestellt hat. „Das limitiert mich so sehr, links und rechts sind einfach nicht gleich. Dabei ist das so eine spaßige Runde hier.“
Thomas Litscher kämpfte auf dem staubigen Terrain verbissen, versuchte alles, auch den Sattel zu verstellen, um die Sitzposition zu verändern. Doch es half nichts.
„Ich habe noch nie aufgegeben“, wurde er zum Schluss wieder kämpferisch und jetzt habe ich ja zwei Monate bis zum nächsten Weltcup“, so Litscher.

180310 16264 by Sternemann RSA Stellenbosch XCO ME FoidlMax Foidl wurde 48. (+6:52), doch für den Österreicher war das ein Erfolg. Zumindest gemessen an seiner Vorgeschichte. Auf Zypern war er vor Wochenfrist noch krank im Bett gelegen. „Die Vorbereitung war nicht optimal und ich habe nichts erwartet. Alles in allem lief es eigentlich gut und ich denke, darauf kann ich aufbauen“, kommentierte Foidl.
Teamchef Joe Broder war „sehr zufrieden“ mit seinem Sportler, obschon der auch bekannte, dass alles „zäh“ gewesen sei. „Ich brauche auf jeden Fall noch Rennhärte und habe die ersten beiden Runden nicht verdauen können“, so Max Foidl.

 

 

Im Ziel des Damen-Rennens waren Ramona Forchini und Elisabeth Osl nur durch drei Positionen, aber fast drei Minuten getrennt. Kein Wunder, dass sie ihre Ergebnisse sehr unterschiedlich einschätzten.

180310 34320 by Sigel RSA Stellenbosch XCO WE ForchiniForchini pendelte sich an ihrer 30. Position ein und nahm neben jeder Menge Staub auf den Klamotten auch das Gefühl mit nach Hause einen soliden Start in die Saison hingelegt zu haben. Mit dem gleichen Ergebnis hatte sie im Vorjahr auch die Saison abgeschlossen.
„Es war hart, aber körperlich hat es sich gut angefühlt. Für das erste Rennen der Saison bin ich zufrieden. Voriges Jahr war ich ja nur einmal besser als Rang 30“, kommentierte sie ihre 7:42 Minuten Rückstand auf Siegerin Annika Langvad (1:33:14).

180310 34325 by Sigel RSA Stellenbosch XCO WE OslElisabeth Osl verzog ihr Gesicht zu einem sauren Grinsen, als sie nach ihrer Einschätzung gefragt wurde. „Ich habe mich schon die ganze Woche nicht super gefühlt. Sobald ich in die Intensität reingegangen bin, hatte ich saure Beine. Das war leider auch heute so“, erklärte Osl. Immerhin: „Fahrtechnisch war es okay. Bis auf ein paar Rutscher ist mir nichts unterlaufen.“ 10:44 Minuten Rückstand wurden gemessen.




Gar nicht am Start war Adelheid Morath. Am Mittwoch hatte sie sich bei einem Trainingssturz im Rock Garden am Handgelenk verletzt. Gemeinsam mit Teamkollege Litscher hatte sie sich die technische Passage am Tag zuvor erarbeitet und war voller Zuversicht.
Doch vermutlich hatte sich die Passage durch viele Trainingsfahrten ausgewaschen, jedenfalls stimmte das gewählte Timing nicht mehr und Morath knallte auf die Felsen. Was erst mal gar nicht allzu schlimm aussah, stellte sich als kleiner Bruch heraus.
Um den zuhause noch mal überprüfen zu lassen, trat Morath am Samstagmorgen anstatt zum Rennen die Heimreise an.
„Ich bin einfach extrem traurig, dass ich hier nicht fahren kann“, sagte die Deutsche. Nicht nur hier, also in Stellenbosch, sondern auch beim Etappenrennen Cape Epic wird die 33-Jährige nicht antreten können. Weitere Untersuchungen sind abzuwarten.

180310 04811 by Kuestenbrueck RSA Stellenbosch XCO WE Broder

 

×