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Europameisterschaft Darfo Boario Terme / Italien

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Sina Frei trotzt der Hitze und holt Gold

Das Kraftpaket aus Uetikon am See war nicht zu stoppen. Sina Frei vom Team jb Brunex Felt hat an den Europameisterschaften in Darfo Boario Terme ihren U23-Titel souverän verteidigt. Teamkollege Fabio Püntener hinterließ in Italien als Junioren-Zehnter einen starken Eindruck.

Es entlockte auch den Experten eine Menge Respekt, wie Sina Frei mit rundem Tritt diesen ruppigen, mit lockeren Steinen übersäten Anstieg empor kletterte, wie sie sicher durch die zahlreichen technisch anspruchsvollen Passagen steuerte und sich keinen Wackler leistete.
Sie selbst machte nicht die Strecke, sondern die Hitze als größten Gegner aus. Zirka 30 Grad Celsius setzten trotz schattiger Passagen den Fahrerinnen mächtig zu. „Das war heute das größte Handicap“, bekräftigte Sina Frei. „Deshalb war ich mir vorher gar nicht so sicher. Mit der Hitze muss man erst mal umgehen können.“
Ihr gelang das offenbar ziemlich gut, denn schon in der zweiten Runde ließ sie ihre Konkurrentinnen zurück. Und das war mit den beiden (Elite-)Weltklassefahrerinnen Alessandra Keller und Anne Tauber (Niederland) keine Laufkundschaft.
„Es war nicht einfach, hier den Rhythmus zu halten bei den steilen Anstiegen und den vielen rutschigen Stellen“, gab Sina Frei Einblick.
Mit 52 Sekunden Vorsprung auf Alessandra Keller und 1:14 Minuten vor Anne Tauber holte sie sich zum dritten Mal in Folge EM-Gold, 2015 war das noch bei den Junioren.
Der 20-Jährigen sah man die Freude an wie selten. Die Augen glänzten. „Es ist mega cool zum dritten Mal in Serie Europameisterin zu werden. Ich bin stolz, das Trikot tragen darf“, sagte sie, bevor sie sich das neueste Modell bei der Zeremonie überstreifen ließ.

Junioren: Fabio Püntener fährt das Rennen seines Lebens
Die Schweizer Junioren waren im Geschehen an der Spitze des Rennens gut vertreten, Alexandre Balmer holte am Ende mit 1:11 Minuten Rückstand auf den Spanier Jofre Cullell (59:18) auch die Silber-Medaille. Doch Fabio Püntener hätte in den vorderen Regionen wohl niemand erwartet.
Respektlos jagte er über den staubigen und harten Kurs, kämpfte sich Position um Position nach vorne. Furios jagte Püntener durch die Reihen und in der vierten Runde sah man ihn in der Verfolgergruppe an fünfter Stelle kurbeln.
Nach dem Rennen saß Püntener im Zelt von Swiss Cycling und konnte vor Erschöpfung gar nicht viel sagen. Aber ein „überglücklich“ kam dennoch über seine Lippen. „Es war meine erste EM, ich kann sehr zufrieden sein“, nickte er.
Ja, und da spielte es auch keine allzu große Rolle, dass er wenige hundert Meter vor dem Ziel durch einen Kettenriss noch den neunten Rang verlor und an elfter Stelle (+3:13) das Ziel erreichte.
Jorin Gabriel wurde etwa zur Hälfte des Rennens von seinem Teamgenossen abgehängt. Er hatte in Runde eins „eine Bodenprobe“ genommen und dann „ein bisschen Mühe“, den Tritt wieder zu finden. In Runde drei flog er dann noch einmal aus dem Sattel. Dabei verbog sich sein Schaltauge, so dass ihm zweimal die Kette zwischen Ritzel und Speichen fiel.
„Ich musste dann das Schaltauge einigermaßen wieder gerade biegen“, erklärt Gabriel, warum aus Position zehn am Ende nur der 20. Platz (+4:50) wurde.

Juniorinnen: Krähemann und Kopp in den Top 20
Auf den Plätzen 15 und 16 landeten Lara Krähemann und Chiara Kopp im Rennen der Juniorinnen. Für beide wäre ein wenig mehr möglich gewesen, doch enttäuscht waren sie dennoch nicht. Lara Krähemann hielt sich lange auf dem elften Rang, ehe sie in der Schussrunde noch auf Position 15 zurückfiel. „Das ist eine Hammer Strecke, man hat keine Sekunde, um sich auszuruhen. Ich hatte ein super Gefühl und das freut mich, nachdem die SM so in die Hose gegangen ist. Ich bin zufrieden, auch wenn ich am Schluss noch kassiert habe“, kommentierte Krähemann ihr EM-Rennen, das sie auf Platz 15 mit 7:39 Minuten Rückstand auf die Österreicherin Laura Stigger (53:23) beendete.
14 Sekunden später erreichte Chiara Kopp das Ziel. Auch sie lag zwischenzeitlich ein paar Positionen weiter vorne. Ein Sturz war die Ursache für den Verlust. Körperlich blieb vor allem viel Staub am Team-Jersey des österreichischen Verbands hängen, doch schwerer wiegte, dass sich dabei der Umwerfer verbog. „Der erste und zweite Gang gingen nicht mehr. Das war insbesondere im steilen und ruppigen Anstieg natürlich nicht ideal.
„Ich bin trotzdem voll zufrieden. Ich habe mein Bestes gegeben, das war mein Ziel“, bilanzierte Chiara Kopp.

 

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