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Cyprus Sunshine Cup in Amathous

Amathous 2017 17


Cyprus Sunshine Cup Amathous 5. März 2017

Litscher trotz Schwächephase auf Platz vier, Sieg durch Gabriel

Eine schwache Runde kostete Thomas Litscher an der zweiten Runde des Cyprus Sunshine Cup in Amathous einen Podestplatz. Der Team-Leader von jb BRUNEX-Felt war mit Rang vier und mit seiner Form dennoch zufrieden.
Die Equipe in Schwarz-Orange konnte auch über den Junioren-Sieg von Jorin Gabriel jubeln.

Thomas Litscher legte einen gewohnt furiosen Start auf den Kurs zwischen den altertümlichen Ruinen von Amathous. Als jedoch Jordan Sarrou das Tempo anzog, sah er zwar nicht ganz aus wie die zum Jahrtausende alte archäologischen Funde vor den Toren von Limassol, aber das Tempo des Franzosen war ihm definitiv zu hoch.
Litscher fuhr an zweiter Stelle und hielt seine Verfolger auf Distanz. Bis zur dritten Runde. Da erlitt der frühere U23-Weltmeister eine Schwächephase. „Eine Runde hatte ich Probleme und die Lücke dann nicht mehr zu fahren können“, erzählte Litscher.
Auf dem „brutal harten Kurs“ waren Karl Markt (Aut) und Jan Skarnitzl (Cze) an ihm vorbei gefahren.
So kämpfte sich Litscher als Vierter ins Ziel, 1:55 hinter dem Sieger Sarrou (1:18:12), der 1:11 Minuten vor Markt und Skarnitzl (im Sprint auf zwei und drei) gewann.
„Es war ein Schritt nach vorn gegenüber der vorigen Woche. Ich habe mich vom Afxentia nicht sehr gut erholt. Allerdings habe ich auch viel trainiert, weil ich das gute Wetter hier ausnutzen wollte.“
Ramon Lauener wurde Zwölfter (+10:22) und ergatterte damit immerhin vier Weltranglistenpunkte.  Glücklich war der U23-Fahrer damit aber nicht. Er hatte einen kleinen, folgenreichen Fehlgriff getan.
„Weil es auf dieser Strecke schwer ist, sich zu verpflegen, habe ich gleich am Anfang ein Gel genommen. Das ist mir nicht gut bekommen. Ich hatte immer einen vollen Bauch und durchgehend gelitten“, gestand Lauener. Am Anfang habe er gut ins Rennen gefunden, dann aber deshalb immer mehr Mühe gehabt.
Nicolas Fischer hatte einen Plattfuß zu beklagen. Dadurch verlor er so viel Zeit, dass er via 80-Prozent-Regel an 21. Stelle aus dem Rennen genommen wurde.
Nico Eichenberger konnte das Rennen nicht beenden. „Magenprobleme“, deutete er auf seinen Bauch.

Jorin Gabriel gewann das Rennen der Junioren souverän, 1:01 Minuten vor dem Belgier Clement Horny und 1:22 vor dessen Landsmann Laurenz Rex.
„Es hat mega gepasst heute“, strahlte Gabriel.
Weil die Junioren mit den Herren gestartet waren, konnte er sich immer wieder an vor ihm fahrenden Elite-Bikern orientieren. Allerdings schleppte Jorin Gabriel fast die gesamte Distanz ein Handicap mit.
Gleich zu Beginn zog es ihm das Pneu etwas von der Felge, so dass er Luft verlor. Etwa 1,5 Bar hätte er noch drin gehabt. „Ich musste vorsichtig fahren, aber das war gar nicht so schlecht. Am Berg habe ich versuchte mit guter Trittfrequenz zu fahren. Ich konnte mit Zug durchfahren und habe mich von der letzten Woche gut erholt gefühlt“, freute sich der Junior, der auch die Rolle von Thomas Litscher hervorhob. „Er hilft uns Jungen extrem viel. Das ist vor allem für mich sehr wichtig“, so Gabriel.
Team-Chef Joe Broder strahlte auch. „Ich habe meine helle Freude, vor allem über die Jungen. Das ist schließlich unser wichtigster Fokus.“
Verena Huber verlies die Insel mit einem ganzen Paket an neuen Erfahrungen. Sie ist ja gewissermaßen auch noch eine von den Jungen. Für die junge Deutsche, die erst vor zwei Jahren mit dem Mountainbike-Sport begonnen hat und die ihre erste Lizenz-Saison fährt, sind Rennen wie das in Amathous Neuland.
„Ich habe versucht mir keinen Stress zu machen und locker rein zu gehen“, meinte Huber, die als Zwölfte das Ziel erreichte, 14:02 Minuten hinter der WM-Dritten von 2015, der Ukrainerin Yana Belomoina.
Huber kam gut über die Runden und bewältigte auch die technischen Passagen ohne größere Probleme. „Ich habe auf jeden Fall viel gelernt“, nickte die Peterstalerin.

Lars Kämmlein stand zu seinem ersten Saison-Rennen in der Kategorie U17 am Start. Und er hatte im Zyprioten Christos Filokyprou einen hartnäckigen Gegner. In der letzten Runde ging der an Kämmlein vorbei.
„Da habe ich einmal kurz nicht aufgepasst. So musste ich noch mal riskieren und bin in einer Kurve vorbeigekommen. Es war knapp, aber es hat gereicht“, erklärte Kämmlein.
Auf der Zielgeraden wehrte er den Angriff des Einheimischen ab und gewann in 1:02:10 eine halbe Sekunde vor Filokyprou.

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